Korte und Deppermann: KiBiz-Reform schafft mehr Verlässlichkeit und bessere Chancen für Kinder und Familien
Münster, 21.07.26
In der letzten Sitzungswoche vor der Sommerpause hat der Landtag die Reform des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) beschlossen. Das Gesetz ist ein Meilenstein für die Kita-Landschaft in Nordrhein-Westfalen. Es entlastet das System der frühkindlichen Bildung und sorgt für mehr Verlässlichkeit und Qualität.
Dazu erklärt Robin Korte, Grüner Landtagsabgeordneter aus Münster:
„Wir investieren so viel wie nie zuvor in die Kindertagesbetreuung. Wir stärken die Finanzierung der Einrichtungen, fördern die Ausbildung neuer Fachkräfte, entlasten die Teams durch zusätzliche Kita-Helferinnen und Kita-Helfer und bauen die Sprachförderung gezielt aus. Besonders wichtig ist mir, dass wir mit den neuen Chancen-Kitas gezielt dort unterstützen, wo Kinder aufgrund ihrer Lebenssituation besondere Förderung benötigen. Das ist ein wichtiger Beitrag für mehr Bildungsgerechtigkeit und gleiche Chancen von Anfang an.“
Dorothea Depperman, Grüne Landtagsabgeordnete aus Münster ergänzt:
„Mit der KiBiz-Reform stärken wir die frühkindliche Bildung in Nordrhein-Westfalen nachhaltig. Für die Kinder schaffen wir noch bessere Rahmenbedingungen, um ihre Talente und Fähigkeiten von Anfang an entwickeln zu können. Gleichzeitig stabilisieren wir das Kita-System in Zeiten des anhaltenden Fachkräftemangels. Damit erhalten Familien verlässliche Betreuungsangebote und die Beschäftigten in den Kitas gute Arbeitsbedingungen. “
Hintergrund
Mit der beschlossenen Reform des Kinderbildungsgesetzes entwickelt die schwarz-grüne Landesregierung die Kindertagesbetreuung in Nordrhein-Westfalen umfassend weiter.
Für die frühkindliche Bildung sind im Haushaltsentwurf 2027 insgesamt 6,5 Milliarden Euro vorgesehen – rund 2,1 Milliarden Euro mehr als noch 2022. Mit der Reform stellt das Land den Kitas ab dem Kita-Jahr 2027/28 mehr als 420 Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung.
Zu den wichtigsten Neuerungen gehören:
- eine dauerhaft verbesserte Grundfinanzierung der Kitas,
- zusätzliche Investitionen in Ausbildung, Fachkräftegewinnung und Qualifizierung,
- die flächendeckende Finanzierung von Kita-Helferinnen und Kita-Helfern zur Entlastung pädagogischer Fachkräfte für jede Kita,
- jährlich 50,5 Millionen Euro zusätzlich für Sprachförderung,
- die Einführung von Chancen-Kitas in sozial herausfordernden Lagen,
- mehr Flexibilität bei Betreuungszeiten und Buchungsmodellen für Familien.
Ziel der Reform ist es, die Qualität der frühkindlichen Bildung zu stärken, die Einrichtungen angesichts des Fachkräftemangels zu unterstützen und eine verlässliche Kinderbetreuung für Familien in Nordrhein-Westfalen sicherzustellen. Wirksam werden die Änderungen mit dem Inkrafttreten zum Kita-Jahr 2027/28.