Demokratie braucht freie Hochschulen – nicht Zusammenarbeit mit Demokratiegegnern.
Münster, 02.04.26
Die Studierendenwerke sind zuständig für wesentliche Fragen des sozialen und wirtschaftlichen Alltags der Studierenden. Sie sorgen für gute Lehr- und Lernbedingungen an den Hochschulen in Münster und NRW. Dass der Geschäftsführer des Studierendenwerks Münster, Dr. Christoph Holtwisch, der auch Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft der Studierendenwerke NRW ist, offenbar seit Längerem einen engen Austausch mit Vertretern der AfD-Landtagsfraktion pflegt, hat unter den Studierenden der Universität Münster deshalb großen Protest hervorgerufen.
Dazu Robin Korte und Dorothea Deppermann, direktgewählte Grüne Abgeordnete für Münster:
„Wir teilen die Entrüstung, die seitens des Studierendenparlaments und des AStA formuliert wurde, ausdrücklich. Die AfD spricht sich regelmäßig dafür aus, die studentische Mitbestimmung einzuschränken, will internationale Studierende abschrecken und führt Streichlisten mit Lehrstühlen und Fachdisziplinen, die nicht in ihre Programmatik und ihr Weltbild passen. Das von der AfD verbreitete, rassistische Gesellschaftsbild bedroht viele Studierende und Forschende in NRW. Ihre Politik stellt grundlegende Übereinkünfte der Wissenschaft, wie den menschengemachten Klimawandel, in Frage und ist offen darauf ausgerichtet, die Wissenschaftsfreiheit einzuschränken.
Wer das alles weiß und trotzdem den direkten Kontakt mit Politikern der AfD unterhält, der normalisiert deren Angriffe auf unser Wissenschaftssystem und unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung. Herr Dr. Holtwisch und die Landesarbeitsgemeinschaft der Studierendenwerke sind dringend aufgerufen, ihren Kurs zu überdenken und zu einer klaren Abgrenzung zur rechtsextremen AfD zurückzufinden.“