Knapp 24 Millionen Euro für Klimaanpassung in Nordrhein-Westfalen – Zehn neue Trinkbrunnen für Münster

Münster, 03.07.26

Das Land Nordrhein-Westfalen fördert im Rahmen des Programms „Klimaanpassung.Kommunen.NRW“ insgesamt 19 Projekte zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels in Kommunen. Auch die Stadt Münster gehört zu den ausgewählten Kommunen: Das Projekt „Trinkbrunnen für eine klimaresiliente und nachhaltige Stadt Münster“ hat eine Förderempfehlung erhalten und soll den Ausbau öffentlicher Trinkwasserangebote im Stadtgebiet für insgesamt rund 880.000 Euro ermöglichen.

Dazu Robin Korte, grüner Landtagsabgeordneter aus Münster:

„Klimaanpassung ist längst keine Zukunftsaufgabe mehr, sondern schützt heute Leben und Gesundheit. Nordrhein-Westfalen geht diesen Weg konsequent: Mit dem Klimaanpassungsgesetz und umfangreichen Förderprogrammen unterstützen wir die Kommunen dabei, sich auf steigende Temperaturen und andere Klimafolgen vorzubereiten. Öffentliche Trinkbrunnen sind eine einfache und wirksame Maßnahme, um die Gesundheit der Menschen zu schützen und die Aufenthaltsqualität in unserer Stadt zu verbessern. Ich freue mich, dass Münster für dieses wichtige Projekt eine Förderempfehlung erhalten hat“

Zum Hintergrund

Mit dem Förderaufruf „Klimaanpassung.Kommunen.NRW“ im Rahmen des EFRE/JTF-Programms 2021–2027 unterstützt das Land klimafeste Städte und Gemeinden. Aus 42 Bewerbungen hat ein unabhängiger Begutachtungsausschuss 19 Projekte für eine Förderung mit EU- und Landesmitteln ausgewählt. Insgesamt stehen dafür 23,9 Millionen Euro zur Verfügung.

Die Stadt Münster hat sich mit dem Projekt „Trinkbrunnen für eine klimaresiliente und nachhaltige Stadt Münster“ beworben und nun eine Förderempfehlung erhalten. Geplant sind zehn neue öffentliche Trinkwasserbrunnen im Stadtgebiet sowie die Modernisierung des bestehenden Trinkbrunnens am Coerdeplatz. Der Förderantrag sieht Investitionen von rund 880.000 Euro vor. Bis zu 80 Prozent der förderfähigen Kosten sollen aus Landes- und EU-Mitteln finanziert werden.

Die neuen Trinkbrunnen sind Teil der städtischen Klimaanpassungsstrategie und des Hitzeaktionsplans. Die Standorte wurden unter anderem nach Kriterien wie Erreichbarkeit, Barrierefreiheit und technischer Umsetzbarkeit ausgewählt. Bereits heute zeigen Bürgerbefragungen eine breite Unterstützung für zusätzliche Trinkwasserangebote im öffentlichen Raum. Die endgültige Förderentscheidung soll nach Abschluss des laufenden Prüfverfahrens durch die Bezirksregierung Münster erfolgen.